Blankwaffen des Reichsarbeitsdienstes (RAD)

1931 wurde in Deutschland  ein Freiwilligen Arbeitsdienst“ (FAD) eingeführt. Er sollte zum Abbau der hohen, durch die Weltwirtschaftskrise bedingten Arbeitslosigkeit dienen. Die entstandenen FAD-Lager wurden teilweise als paramilitärische Ausbildungslager für republikfeindliche Kräfte missbraucht.
 
Der Reichsarbeitsdienst (RAD) war eine Organisation im Deutschen Reich der Jahre 1933–1945.
Ab Juni 1935 musste dort jeder junge Mann eine sechsmonatige, dem Wehrdienst vorgelagerte Arbeitspflicht im Rahmen eines Arbeitsdienstes ableisten. Ab dem Beginn des Zweiten Weltkrieges wurde der Reichsarbeitsdienst (RAD) auf die weibliche Jugend ausgedehnt.
 
Ab Mitte 1944 übernahm der RAD die 6-wöchige militärische Grundausbildung am Gewehr.
 
Die erdbraune SA-Uniform wurde Anfang 1934 eingeführt.  Zur Uniform gehörte eine Hakenkreuz-Armbinde, die am linken oberen Ärmel unter dem Spaten mit der Dienststellenbezeichnung getragen wurde. Zur Ausgehuniform gehörte eine in der Länge eingewölbte Mütze mit Griff, von den Arbeitsdienstlern als "Kaffeebohne" bezeichnet.
Im Krieg wurden bei Sondereinheiten besondere Ärmelbänder verwendet, z. B  „Kriegsberichterstatter“, „Streife“ usw., die zusätzlich zur Armbinde getragen wurden. Daneben gab es Ärmelbänder für die Emsland-Abteilungen, die am Ostwall  und am Westwall eingesetzten Abteilungen und besondere Ärmelbänder mit den Einsatznamen von Schlachten im Russlandfeldzug, wenn RAD-Männer an direkten Kampfhandlungen an der Front beteiligt waren.
Die weiblichen Angehörigen des RAD trugen offiziell keine Ärmelbänder. In einigen Gebieten Deutschlands wurden für besondere Einsätze Ärmelbänder geschaffen, die sich aber nicht einheitlich durchsetzten. Die Aufschrift des Bandes wies auf die besondere Dienststellung der verpflichteten Person hin, beispielsweise „RAD-Kriegshilfsdienst“, „KHD-Straßenbahn“ o. Ä.
Der Reichsarbeitsdienst wurde nach Kriegsende durch das Kontrollratsgesetz Nr. 2 verboten und aufgelöst, sein Vermögen beschlagnahmt.
 
Quelle: wikipedia
Hauer M 37 für Führer des RAD (Reichsarbeitsdienst)

 

 

Hauer M34 für Mannschaften/Unterführer des RAD (Reicharbeitsdienst)

Die kräftige Keilklinge trägt die Devisenätzung "Arbeit adelt" sowie das Herstellerzeichen (z.B. Eickhorn, Solingen) und "Ges. Gesch." Bei manchen Stücken ist auch ein RAD-Abnahme zu finden. Das versilberte Gefäß des Hauers ist mit Hirschhorngriffschalen versehen. Die Stahlscheide schwarz lackiert, die Beschläge der Scheide ebenfalls versilbert. 

Reichsarbeitsdienst (RAD) Hauer für Unterführer und Mannschaften