Blankwaffen der Hitlerjugend (HJ) und des Jungsvolks (DJ)

Die Hitlerjugend oder Hitler-Jugend (HJ) war die Jugend- und Nachwuchsorganisation der Nationalsozialistischen Deutschen Arbeiterpartei (NSDAP). Sie wurde in der Zeit des Nationalsozialismus ab 1933 zum staatlichen und einzigen Jugendverband mit bis zu 8,7 Millionen Mitgliedern (98 Prozent aller deutschen Jugendlichen) ausgebaut.

Die erste offizielle Jugendorganisation der NSDAP war der im März 1922 in München gegründete „Jugendbund der NSDAP“. Der Jugendbund war in „Jungmannschaften“ (14- bis 16-Jährige) und den „Jungsturm Adolf Hitler“ (16- bis 18-Jährige) untergliedert. Letzterer unterstand unmittelbar der SA und galt als deren Jugendabteilung. Anfangs trugen die Jugendlichen die gleiche Uniform wie SA-Angehörige. Der Jugendbund der NSDAP löste sich nach dem Verbot der NSDAP (1923) weitgehend auf.
 
Nach der Wiederzulassung der NSDAP wurde die von Kurt Gruber in Plauen (Vogtland) gegründete Großdeutsche Jugendbewegung (GDJB) als NSDAP-Parteijugend anerkannt und im Juli 1926 in "Hitlerjugend, Bund deutscher Arbeiterjugend" umbenannt.
 
In den Folgejahren wurden „Sonderausbildungen“ in einigen Sondereinheiten eingerichtet, die für Jugendliche bestimmter Begabungen oder Interessengebiete attraktiv waren:
  • die Flieger-HJ
  • die Motor-HJ
  • die Marine-HJ
  • die Nachrichten HJ
  • die Reiter-HJ
  • die HJ-Bergfahrtengruppen
  • der HJ-Streifendienst einschließlich der HJ-Feuerwehrscharen
  • die HJ-Feldschere
  • die BDM-Gesundheitsdienstmädel
  • die Gebirgsjäger-HJ
  • der HJ-Landdienst
Die Hitlerjugend (HJ) wurde am 10. Oktober 1945 zusammen mit allen übrigen der NSDAP angeschlossenen Organisationen durch das Kontrollratsgesetz Nr.2 verboten und aufgelöst, ihr Vermögen beschlagnahmt. Die Hitlerjugend (HJ) gehört in Deutschland mit all ihren Untergliederungen zu den verfassungswidrigen Organisationen im Sinne der §§ 86, 86a StGB. Ihre Symbole und Kennzeichen unterliegen dem Verbreitungsverbot nach § 86a StGB.

Quelle: wikipedia

Hitlerjugend (HJ) Dolch für Führer ab Gebietsführer bis Reichsjugendführer (gold)

Der HJ-Dolch für HJ-Führer der höchsten Ränge hat die gleiche Form wie der Dolch für Führer. Alle Griff und Scheidenbeschläge sind jedoch statt in silberner in vergoldeter Ausführung. Die Scheide hat (wie beim Dolch für Führer) eine dunkelblaue Belederung. Die Klinge ist blank und trägt die Devise "Blut und Ehre !". Auf der anderen Klingenseite ist die Herstellerbezeichung z.B. "RZM M 7/36" eingraviert.

 

Hitlerjugend (HJ) Dolch für Führer (silber)

Der HJ-Dolch für Führer hat eine vernickelte Klinge mit der Devise "Blut und Ehre". Die Eisenscheide ist versilbert und mit einer dunkelblauen Belederung versehen. Parierstange und Kopfstück mit HJ Pastille aus versilberten Eisen (oder Aluminium), feine silberne Griffwicklung ...

 

Dolch für HJ-Führer - Klinge mit Inschrift "Blut und Ehre !" Dolch für Hitlerjugend Führer - feine silberne Griffwicklung Ehrendolch für HJ-Führer

 

HJ/DJ Fahrtenmesser (Hitlerjugend-Messer

Das HJ-Fahrtenmesser wurde im Sommer 1933 bei der Hitlerjugend und dem Jungvolk eingeführt. 

Das HJ-Messer war kein vorgeschriebener Bestandteil der HJ/DJ-Uniform, sondern konnte im lizensierten Einzelhandel der Reichszeugmeisterei (RZM) für 4 Reichsmark erworben werden. Fast alle HJ-Mitglieder besaßen ein Fahrtenmesser.

Die Grundform des Messers war an die militärischen Bajonette mit Metallscheide mit ihrer Möglichkeit zum Tragen am Koppel angelehnt. 

Auf den schwarzen geriffelten Kunstharzgriffschalen des HJ-Fahrtenmessers befindet sich das Emblem der HJ (die HJ-Raute mit Hakenkreuz). Bis August 1938 war auf den Messerklingen das Motto "Blut und Ehre" eingeätzt.

Zum Messer gehört ein Koppel (Ledergürtel) mit Schulterriemen und HJ-Koppelschloß. Auf dem Koppelschloß ist (wie auf dem HJ-Messer die Aufschrift "Blut und Ehre" angebracht. 

Die Angehörigen des Deutschen Jungvolks durften das Messer erst nach erfolgreich bestandener "Pimpfenprobe" tragen; selbst nach der Probe mußte das Tragen noch von der Leitung genehmigt werden. Das Ergebnis der Pimpfenprobe wurde in das „DJ-Leistungsbuch“ eingetragen. 1941 kostete der Erwerb dieses Buches 30 Reichspfennige.

 

 

Varianten

Im Militariahandel und in Militaria-Auktionen finden sich von Zeit zu Zeit angebliche Fahrtenmesser des Jungvolkes (DJ-Messer) und Fahrtenmesser des Bund Deutscher Mädel (BDM). Für diese Messer gibt es keinerlei zeitgenössischen Beleg. Sie sind nach Meinung des Autors reine Fantasieprodukte.

angebliches DJ-Messer

angebliches BDM-Messer

BDM-Fahrtenmesser (Fahrtenmesser es Bund Deutscher Mädel)

 

Quelle: Hitler Youth Forum